Pleurotus ostreatus

Der Austernseitling oder Austernpilz gehört der Familie der Seitlingsverwandten an und wird wegen seiner Ähnlichkeit mit der Schale einer Auster so bezeichnet. Einige erinnert er auch an den Geschmack von Kalbfleisch, weshalb der Austernseitling auch Kalbfleischpilz genannt wird. Der lateinische Name Pleurotus leitet sich von dem griechischen Pleuron ab, was übersetzt „Seitlich“ bedeutet und bezieht sich auf das seitliche Wachstum der Fruchtkörper am Substrat oder auch an den Baumstämmen, den dieser Pilz sehr gerne befällt.

Genau wie der Shiitake beinhalten die Austernseitlinge eine Menge an Vitaminen, vor allem die des Vitamin B – Komplexes (B1, B2, B5, B6 und B7). Diese, in der Regel durch den Verzehr von Fleischprodukten aufgenommene, B-Vitamine sind an der Energiegewinnung und Umwandlung von dieser im menschlichen Stoffwechsel beteiligt. Darüber hinaus besteht ein Viertel der Trockenmasse von Austernseitlingen aus Proteinen. Dadurch kann die Aufnahme von Pleurotus-Pilzen als vollwertiger Fleischersatz gelten. Da Austernseitlinge sehr kalorienarm und fast fettfrei sind, eine Vielzahl an lebenswichtigen Aminosäuren und Folsäure aufweisen und, wie der Shiitake, auch das Vitamin D liefern, ergibt sich eine wesentlich gesündere Nahrungsaufnahme als durch Fleischprodukte. Die Fruchtkörper von Austernseitlingen enthalten das Cholesterin-senkende Lovastatin, eine 3-hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A Reduktase. Bei der Einnahme von getrockneten oder auch frischen Austernseitlingen wird der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt und es kann somit auf die teuren pharmazeutischen Präparate verzichtet werden. Die Cholesterin-senkende Eigenschaft wird auch anderen Pleurotus-Arten (wie z. B. dem Kräuterseitling), aber vor allem vielen wild wachsenden Pilzen zugeschrieben. Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff in den Austernseitlingen ist das Polysaccharid Pleuran, ein ß-(1,3/1,6)-D-Glucan. Ähnlich wie das Lentinan bei Shiitake, aktiviert Pleuran das Immunsystem und ruft damit eine höhere Resistenz des Organismus gegenüber verschiedener Infektionen hervor. Pleuran zeigt eine schützende Wirkung der Aktivität von bestimmten Zellen des Immunsystems, den Lymphozyten, nach einer Überanstrengung des Körpers. Dies gilt vor allem bei Infektionen der oberen Atemwege. Weiterhin weist Pleuran eine antioxidative Wirkung auf, reduziert die Menge an freien Radikalen und unterbindet die Metastasierung von Krebszellen. Austernseitlinge wirken weiterhin probiotisch und stabilisieren den Bakterienhaushalt der Darmschleimhaut. Dies ist vor allem nach Behandlungen mit Antibiotika sehr nützlich, um eine richtige Verdauung im Magen-Darm-Trakt wieder herzustellen. Dabei unterstützt der hohe Gehalt an Ballaststoffen in dem Pilz diese probiotische Wirkung. Eine weitere Eigenschaft von Austernseitlingen ist seine nematophage Wirkung. Durch ausgesonderte Toxocysten werden Fadenwürmer (Nematoden) getötet und können sich somit nicht an oder im Pilz ansiedeln und durch den Verzehr auf den Menschen übertragen werden. Auch gibt es Anzeichen für die Wirksamkeit von Austernseitlingen gegen Staphylokokken. Diese Bakterien sind mittlerweile gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent (MRSA: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) und haben sich zu den gefährlichen „Krankenhauskeimen“ entwickelt. Austernseitlinge werden seit längerem in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt und sollen gegen Thrombosen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Osteoporose, Prostata-, Brust- und Darmkrebs helfen. Auch hier gibt es noch leider keine aussagekräftigen Studien und dennoch sollten die Möglichkeiten der Pilze nicht außer Acht gelassen werden.Der Austern-Seitling oder Austernpilz gehört der Familie der Seitlingsverwandten an und wird wegen seiner Ähnlichkeit mit der Schale einer Auster so bezeichnet. Einige erinnert er auch an den Geschmack von Kalbfleisch, weshalb der Austernseitling auch Kalbfleischpilz genannt wird. Der lateinische Name Pleurotus leitet sich von dem griechischen Pleuron ab, was übersetzt „Seitlich“ bedeutet und bezieht sich auf das seitliche Wachstum der Fruchtkörper am Substrat oder auch an den Baumstämmen, den dieser Pilz sehr gerne befällt. Genau wie der Shiitake beinhalten die Austernseitlinge eine Menge an Vitaminen, vor allem die des Vitamin B – Komplexes (B1, B2, B5, B6 und B7). Diese, in der Regel durch den Verzehr von Fleischprodukten aufgenommene, B-Vitamine sind an der Energiegewinnung und Umwandlung von dieser im menschlichen Stoffwechsel beteiligt. Darüber hinaus besteht ein Viertel der Trockenmasse von Austernseitlingen aus Proteinen. Dadurch kann die Aufnahme von Pleurotus-Pilzen als vollwertiger Fleischersatz gelten. Da Austernseitlinge sehr kalorienarm und fast fettfrei sind, eine Vielzahl an lebenswichtigen Aminosäuren und Folsäure aufweisen und, wie der Shiitake, auch das Vitamin D liefern, ergibt sich eine wesentlich gesündere Nahrungsaufnahme als durch Fleischprodukte. Die Fruchtkörper von Austernseitlingen enthalten das Cholesterin-senkende Lovastatin, eine 3-hydroxy-3-methylglutaryl-Coenzym A Reduktase. Bei der Einnahme von getrockneten oder auch frischen Austernseitlingen wird der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt und es kann somit auf die teuren pharmazeutischen Präparate verzichtet werden. Die Cholesterin-senkende Eigenschaft wird auch anderen Pleurotus-Arten (wie z. B. dem Kräuterseitling), aber vor allem vielen wild wachsenden Pilzen zugeschrieben. Ein weiterer wichtiger Inhaltsstoff in den Austernseitlingen ist das Polysaccharid Pleuran, ein ß-(1,3/1,6)-D-Glucan. Ähnlich wie das Lentinan bei Shiitake, aktiviert Pleuran das Immunsystem und ruft damit eine höhere Resistenz des Organismus gegenüber verschiedener Infektionen hervor. Pleuran zeigt eine schützende Wirkung der Aktivität von bestimmten Zellen des Immunsystems, den Lymphozyten, nach einer Überanstrengung des Körpers. Dies gilt vor allem bei Infektionen der oberen Atemwege. Weiterhin weist Pleuran eine antioxidative Wirkung auf, reduziert die Menge an freien Radikalen und unterbindet die Metastasierung von Krebszellen. Austernseitlinge wirken weiterhin probiotisch und stabilisieren den Bakterienhaushalt der Darmschleimhaut. Dies ist vor allem nach Behandlungen mit Antibiotika sehr nützlich, um eine richtige Verdauung im Magen-Darm-Trakt wieder herzustellen. Dabei unterstützt der hohe Gehalt an Ballaststoffen in dem Pilz diese probiotische Wirkung. Eine weitere Eigenschaft von Austernseitlingen ist seine nematophage Wirkung. Durch ausgesonderte Toxocysten werden Fadenwürmer (Nematoden) getötet und können sich somit nicht an oder im Pilz ansiedeln und durch den Verzehr auf den Menschen übertragen werden. Auch gibt es Anzeichen für die Wirksamkeit von Austernseitlingen gegen Staphylokokken. Diese Bakterien sind mittlerweile gegen eine Vielzahl von Antibiotika resistent (MRSA: Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus) und haben sich zu den gefährlichen „Krankenhauskeimen“ entwickelt. Austernseitlinge werden seit längerem in der traditionellen chinesischen Medizin eingesetzt und sollen gegen Thrombosen, Gelenk- und Muskelschmerzen, Osteoporose, Prostata-, Brust- und Darmkrebs helfen. Auch hier gibt es noch leider keine aussagekräftigen Studien und dennoch sollten die Möglichkeiten der Pilze nicht außer Acht gelassen werden.

 

Quellen

  • Stamets P.: Mycelium Running: How Mushrooms Can Help Save The World. Ten Speed Press. 2005
  • Stamets P.: Growing Gourmet and Medicinal Mushrooms. Ten Speed Press. 2000
  • United States Department of Agriculture, Agricultural Research Service: National Nutrient Database for Standard Reference Release. (http://www.usda.gov)
  • Ying J. et al.: Icons of medicinal fungi. Bijing. Science Press. 1987
  • Bobek P. et al.: Dose- and time-dependent hypocholesterolemic effect of oyster mushroom (Pleurotus ostreatus) in rats. Nutrition. 1998 Mar; 14(3): 282-286.
  • Bobek P. et al.: Effect of pleuran (beta-glucan from Pleurotus ostreatus) on the antioxidant status of the organism and on dimethylhydrazine-induced precancerous lesions in rat colon. British Journal of Biomedical Science. 2001; 58(3): 164-168.
  • Gunde-Cimerman N., Cimerman A.: Pleurotus fruiting bodies contain the inhibitor of 3-hydroxy-3-methylglutaryl-coenzyme A reductase-lovastatin. Experimental Mycology. 1995 Mar; 19(1): 1-6.
  • Bergendiova K. et al.: Pleuran (ß-glucan from Pleurotus ostreatus) supplementation, cellular immune response and respiratory tract infections in athletes. European Journal of Applied Physiology. 2011 Sep; 111(9): 2033-2040.
  • Bobovcak M. et al.: Effect of Pleuran (ß-glucan from Pleurotus ostreatus) supplementation on cellular immune response after intensive exercise in elite athletes. Applied Physiology, Nutrition, and Metabolism. 2010 Dec; 35(6): 755-62.
  • Bobek P. et al.: Effect of oyster mushroom (Pleurotus ostreatus) on pathological changes in dimethylhydrazine-induced rat colon cancer. Oncology Reports. 1998 May-Jun; 5(3): 727-730.
  • http://mykowelt.com/austernseitling/
  • http://www.vitalpilzratgeber.de/pleurotus/